Familienunternehmen-Definition des IfM Bonn

Das IfM Bonn definiert Familienunternehmen als diejenigen Unternehmen, bei denen die Eigentums- und Leitungsrechte in der Person des Unternehmers oder der Unternehmerin bzw. deren Familie vereint sind.

Die Abgrenzung der Familien- von den Nicht-Familienunternehmen basiert ausschließlich auf qualitativen Überlegungen. Quantitative Aspekte wie die Größe des Unternehmens und formale Kategorien wie die Rechtsform sind für die Charakterisierung als Familienunternehmen grundsätzlich ohne Belang. Die Schnittmenge von Familienunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist naturgemäß sehr groß. Dennoch gibt es auch Familienunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten oder mehr als 50 Mio. € Jahresumsatz. Umgekehrt gibt es auch kleine und mittlere Unternehmen, die z.B. konzerngebunden sind und daher nicht den Familienunternehmen zuzurechnen sind.

Die für Familienunternehmen konstitutive Eigenschaft der Einheit von Eigentum und Leitung ist als theoretisches Konstrukt eindeutig. In der Praxis ist jedoch neben dem idealtypischen Fall, dass es nur einen Inhaber gibt und dieser sein Unternehmen alleine leitet, eine Vielzahl von Grenzfällen anzutreffen. Es bedarf daher zusätzlicher Operationalisierungskriterien, um dieses abstrakte Definitionsmerkmal umsetzen zu können.

Das IfM Bonn klassifiziert alle Unternehmen als Familienunternehmen, bei denen

  • bis zu zwei natürliche Personen oder ihre Familienangehörigen mindestens 50% der Anteile eines Unternehmens halten und
  • diese natürlichen Personen der Geschäftsführung angehören.
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  • Weitere Veröffentlichungen
Volkswirtschaftliche Bedeutung von Familien- und Frauenunternehmen

Haunschild, L.; Wolter, H.-J. (2010): Volkswirtschaftliche Bedeutung von Familien- und Frauenunternehmen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 199, Bonn.

Haunschild, L.; Wallau, F.; Hauser, H.-E.; Wolter, H.-J. (2007): Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen, Gutachten im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 172, Bonn.

Wolter, H.-J.; Hauser, H.-E. (2001): Die Bedeutung des Eigentümerunternehmens in Deutschland - Eine Auseinandersetzung mit der qualitativen und quantitativen Definition des Mittelstands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 1/2001, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 90 NF, Wiesbaden, S. 25-77.

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