Gründungen und Liquidationen

Gründungen, Liquidationen und Insolvenzen haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung einer Volkswirtschaft. Das IfM Bonn beleuchtet das Gründungs- und Liquidationsgeschehen in Deutschland mit verschiedenen Schwerpunkten.

Um einen Überblick über die Zahl der Gründungen und Liquidationen in Deutschland zu erhalten, erstellt das IfM Bonn auf Basis der Gewerbeanzeigenstatistik die IfM-eigene Gründungs- und Liquidationsstatistik. Die Insolvenzen als spezielle Form der Liquidation werden anhand der Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamtes ausgewertet.

Einen wichtigen Beitrag zur Analyse der regionalen Verteilung des Gründungsgeschehens liefert der vom IfM-Bonn entwickelte NUI-Indikator.

Von großem Interesse sind die seit Einführung der Ich-AG bzw. des anschließenden Gründungszuschusses in den Fokus der Öffentlichkeit gerückten geförderten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, die anhand der Daten zu Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit dargestellt werden.

Akkordeon

  • Gründungs- und Liquidationsstatistik

    Gründungs- und Liquidationsstatistik

    Ergebnisse für das Jahr 2012

    Existenzgründungen, Liquidationen und deren Saldo in DeutschlandDie Zahl der gewerblichen Existenzgründungen ist im Jahr 2012 um 55.000 oder 13,7% zurückgegangen und liegt bei 346.400. Damit setzt sich die seit 2005 anhaltende rückläufige Entwicklung fort. Im ersten Halbjahr 2012 sank die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen um 11,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, im zweiten um 16,2%. Der Rückgang bei den gewerblichen Existenzgründungen hat sich demnach im 2. Halbjahr 2012 noch beschleunigt. Die Zahl der mit dem Gründungszuschuss geförderten Gründungen hat sich im Jahr 2012 um rund 113.500 oder 84,8% verringert. Der Rückgang der Existenzgründungen war weitaus geringer als aufgrund der Umstellung der Gründungsförderung für Arbeitslose zu erwarten gewesen wäre. Offenbar setzte ein Teil der gründungswilligen Arbeitslosen das Gründungsvorhaben auch ohne Förderung um. Die Zahl der gewerblichen Liquidationen ist von 383.300 im Jahr 2011 auf 370.500 im Jahr 2012 um 3,3% gesunken. Trotz dieser positiven Entwicklung ergibt sich für das Jahr 2012 ein negativer Gründungssaldo (Differenz aus Existenzgründungen und Liquidationen) von rund 24.100. Dies ist der zweite negative Gründungssaldo seit Mitte der 1970er Jahre.

    Weitere Ergebnisse

    • Weniger als die Hälfte (45,7%) der rund 757.400 Gewerbeanmeldungen im Jahr 2012 gilt als Existenzgründung entsprechend der Definition des IfM Bonn.
    • Betriebsgründungen mit einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung (Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen) sind im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr mit -8,2% auf rund 92.000 Betriebsgründungen weniger stark zurückgegangen als Kleinbetriebsgründungen mit -17,0% auf rund 219.000. Jede vierte Existenzgründung (26,6%) stellte eine Betriebsgründung einer Hauptniederlassung dar. Der Anteil der Kleingewerbegründungen an den Existenzgründungen lag bei 63,2%.
    • 78,4% der Existenzgründungen erfolgten in Form eines Einzelunternehmens.
    • Der Anteil der Frauen unter den Existenzgründungen von Einzelunternehmen hat sich im Jahr 2012 geringfügig verringert und lag bei 29,5%
    • 44,8% der Einzelunternehmen wurden von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gegründet. Der Anteil ausländischer Gründer nimmt seit Jahren zu.
    • Die Zahl der Liquidationen von Hauptniederlassungen ging im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% auf rund 79.300 zurück, die der Betriebsaufgaben von Kleinbetrieben sank um 3,3% auf rund 262.900.
    • Das Produzierende Gewerbe wies im Bereich Energieversorgung und Baugewerbe einen Gründungsüberschuss auf. Außer im Bereich im Grundstücks- und Wohnungswesen übertraf bei allen anderen Wirtschaftszweigen die Zahl der Liquidationen die der Existenzgründungen. Einen besonders großen Liquidationsüberschuss wies der Handel und insbesondere der Einzelhandel auf.

     

    Gründungs- und Liquidationsstatistik - Kontext

    Gründungs- und Liquidationsstatistik - weitere Informationen

    Tabellen zu Gründungen und Liquidationen

    Wählen Sie ein Merkmal und die gewünschte Differenzierung aus! Die entsprechende Tabelle steht als pdf-Datei zur Verfügung.

    MerkmalDifferenzierung
    Kennzahlen Gründungen, Liquidationen und InsolvenzenDNRW
    Zeitreihen
    Gewerbeanmeldungen, GewerbeabmeldungenDBLWZRFSTRM/F
    Unternehmensgründungen, UnternehmensliquidationenDBLWZRFSTRM/FNATBES-GRKL
    Existenzgründungen, Liquidationen (Aufgaben)DBLWZRFSTRM/FNATBES-GRKL
    GründungsintensitätDBL
    LiquidationsquoteDBL


    D = Deutschland; NRW = Nordrhein-Westfalen; BL = Bundesländer; WZ = Wirtschaftszweige; RF = Rechtsform; STR = Struktur; M/F = Geschlecht ; NAT = Staatsangehörigkeit; BES-GRKL = Beschäftigtengrößenklassen

    Aktualisierung

    Endgültige Daten für das 1. Halbjahr 2013 voraussichtlich im September 2013.

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Gründungs- und Liquidationsstatistik - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland

    Günterberg, B. (2011): Gründungen, Liquidationen, Insolvenzen 2010 in Deutschland, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Daten und Fakten Nr. 1, Bonn.

    Gründungs- und Liquidationsstatistik - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • NUI-Indikator

    NUI - Tab-Modul

    • Regionenranking
    • Bundesländer und Nordrhein-Westfalen

    Neue Unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    NUI Regionenranking des IfM Bonn

    Gründungen und Neuansiedlungen verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds, das Unternehmertum und Selbstständigkeit begünstigt. Zur Bestimmung der regionalen Gründungsneigung berechnet das IfM Bonn seit 1998 jährlich das so genannte NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen, sondern auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen. Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert  zum niedrigsten ergibt sich das NUI Regionenranking.


    Ergebnisse des NUI Regionenrankings 2011

    Klimaindikator NUI 2011Die Gründungsneigung in Deutschland ist im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der NUI-Indikator 2011 lag im Durchschnitt der 412 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands um zehn Punkte niedriger als 2010 bei 148,7.
    Die Entwicklung der regionalen Gründungsneigung in Deutschland folgt 2011 überwiegend dem Bundestrend: So haben sich in 342 (83%) Kreisen und kreisfreien Städten die Gründungsaktivitäten gegenüber dem Vorjahr verringert. Für 184 Regionen resultierte daraus eine Verschlechterung ihrer Position im NUI Regionenranking. Hier ist demnach die Gründungsneigung vergleichsweise stark zurückgegangen, so dass Rangplätze eingebüßt wurden.

    Auch im Jahr 2011 hat sich der Unterschied zwischen dem höchsten (510,9) und dem niedrigsten (71,3) Wert des NUI-Indikators weiter erhöht. Insbesondere der niedrigste Wert liegt tiefer als 2010. Dies bedeutet, dass sich die regionalen Disparitäten vergrößert haben. Dabei ist auffällig, dass die Unterschiede in der Spitzengruppe - den 20 Regionen mit der höchsten Gründungsneigung (oberhalb des 95. Perzentils) - besonders groß sind. So liegen die Indikatorwerte des Erstplatzierten und des Zweitplatzierten um 197,4 Punkte auseinander. Dagegen beträgt die Spannweite der NUI-Indikatorwerte in der Schlussgruppe lediglich 23,9.

    Die Spitzengruppe 2011

    Die kreisfreie Stadt Offenbach a. M. hält weiterhin - zum sechsten Mal in Folge - ihren Spitzenplatz im NUI Regionenranking. Die Gewerbeanmeldungen in Offenbach sind seit 2006 kontinuierlich gestiegen, der NUI-Indikator hat sich 2011 mit 510,9 auf dem hohen Niveau des Vorjahres behauptet. Erst mit großem Abstand folgen die Stadt Frankfurt a. M. (313,5) und der Landkreis München (312,0).

    Die Zusammensetzung der Spitzengruppe blieb überwiegend unverändert. Die Stadt Düsseldorf sowie die bayerischen Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Fürstenfeldbruck rückten 2011 in die Spitzengruppe auf. Aus der Spitzengruppe verdrängt wurden die Landkreise Nordfriesland und Dachau sowie die Stadt Passau. Zu den Top 20 im NUI Regionenranking zählen nach wie vor elf Kreise und kreisfreie Städte aus Bayern (u. a. die Landeshauptstadt München und ihr Umfeld), sechs aus Hessen (Frankfurt a. M. und die benachbarten Kreise und kreisfreien Städte), zwei kreisfreie Städte aus Baden-Württemberg (Baden-Baden und Mannheim) und im Jahr 2011 neu mit Düsseldorf die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt .

    Die Schlussgruppe 2011

    Die Schlusslichter im NUI Regionenranking (5 % der Kreise und kreisfreien Städte mit den niedrigsten NUI-Werten) konzentrieren sich in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen (je sieben Kreise bzw. Landkreise) sowie Brandenburg (drei Landkreise). Aus Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Kreise und aus Niedersachsen ist weiterhin eine Region in der Schlussgruppe mit den niedrigsten NUI-Indikatorwerten vertreten. Nach wie vor liegt das Bundesland Sachsen-Anhalt im Regionenranking weit zurück. Aus der Schlussgruppe war im Jahr 2011 eine geringere Fluktuation als im Vorjahr festzustellen: 13 Kreise und kreisfreie Städte mit schlechtesten Rangplätzen im Jahr 2011 befanden sich bereits im Vorjahr in dieser Gruppe.

     

    Entwicklung der Gründungsneigung in den Bundesländern und in Nordrhein-Westfalen in 2011

    Entwicklung der Gründungsneigung in den Bundesländern

    Der NUI-Indikator der Kreise und kreisfreien Städte nach Bundesländern 2011Eine Verringerung der regionalen Gründungsneigung war im Jahr 2011 in nahezu allen Bundesländern zu beobachten. Überdurchschnittlich stark eingebüßt haben die Bundesländer Saarland, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen. Auch in Bayern ist der NUI-Indikator um mehr als elf Punkte, und damit etwas stärker als im Bundesdurchschnitt, zurückgegangen. Gegen den Trend verzeichnet die Bundeshauptstadt Berlin eine Zunahme beim NUI-Indikator und ist von Rang 38 auf Rang 21 vorgerückt. Hamburg und Bremen hielten sich ebenfalls vergleichsweise stabil. 70 Kreise und kreisfreie Städte erreichten 2011 einen höheren NUI-Indikatorwert als im Jahr 2010. Diese Anstiege waren bis auf wenige Ausnahmen mit einem Aufstieg im NUI Regionenranking verbunden. In den Kreisen und kreisfreien Städten, die 2010 im oberen Mittelfeld rangierten, sind die NUI-Indikatorenwerte stärker zurückgegangen als in den eher gründungsschwächeren Regionen, die 2010 dem untersten Viertel im NUI Regionenranking angehörten.

    Entwicklung der Gründungsneigung in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen blieb der NUI-Indikator mit einem Landesdurchschnitt von 146,4 knapp unter dem Bundesdurchschnitt. In 42 der 53 Kreise und kreisfreien Städte hat sich die Gründungsneigung abgeschwächt. Dadurch hat etwa die Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens im Regionenranking Rangplätze eingebüßt. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist auch 2011 gründungsstärkste Stadt in Nordrhein-Westfalen und erreicht mit einem NUI-Indikatorwert von 220,1 annähernd den Vorjahreswert (221,7). Mit Rang 18 im bundesweiten NUI Regionenranking 2011 ist Düsseldorf in die Spitzengruppe aufgerückt. Einen Anstieg der Gründungsaktivität verzeichnet die kreisfreie Stadt Köln (206,2). Durch die relative Stärke im Gründungsgeschehen ist Köln von Rang 52 auf Rang 26 vorgerückt. Im Ruhrgebiet hat sich das Gründungsgeschehen günstiger als im Land entwickelt. Neun der 13 zum Ruhrgebiet zählenden Regionen haben im Regionenranking Boden gutgemacht. Über dem Landesdurchschnitt liegt die Gründungsneigung in den Ruhrgebietsstädten Essen (172,0 nach 169,8), Gelsenkirchen (171,9 nach 168,5), Dortmund (169,1 nach 183,9), Duisburg (165,1 nach 174,6) und Mülheim an der Ruhr (157,6 nach 111,2). In den Kreisen und kreisfreien Städten außerhalb des Ruhrgebiets waren die Gründungsaktivitäten insgesamt deutlich schwächer als im Vorjahr (147,4 nach 161,0). Die Mehrzahl der 40 nicht zum Ruhrgebiet zählenden Kreise und kreisfreien Städte hat im Regionenranking Rangplätze eingebüßt.

     

    NUI-Indikator - Kontext

    NUI-Indikator - weitere Informationen

    Tabellen zum NUI Regionenranking

    Das NUI Regionenranking 2011

    Das NUI Regionenranking 2011 nach AGS

    Der NUI-Indikator der Kreise und kreisfreien Städte nach Bundesländern für die Jahre 1998 bis 2011

    Aktualisierung

    Ergebnisse des NUI Regionenrankings 2012 voraussichtlich im Herbst 2013

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

     

    NUI - Veröffentlichungen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    NUI Regionenranking 2009  - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands

    May-Strobl, E. (2011): NUI Regionenranking 2009 - Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 204, Bonn.

    May-Strobl, E. (2009): Regionales Gründungsgeschehen - das Regionenranking auf Basis des NUI-Indikators, in: George, W.; Bonow, M. (Hrsg.): Regionales Zukunftsmanagement Band 3: Regionales Bildungs- und Wissensmanagement, Lengerich, S. 124-136

    May-Strobl, E. (2005): Neue unternehmerische Initiative in den Regionen Deutschlands - Positionsbestimmung und Ursachenanalyse auf Basis des regionalstatistischen Datenkatalogs, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 61-105.

    NUI-Indikator - Ansprechpartner

    Ansprechpartner

  • Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

    Zugänge in die Förderung der SelbstständigkeitIn den zurückliegenden zehn Jahren war das Gründungsgeschehen in Deutschland stark durch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geprägt, die i.d.R. in Form einer "kleinen Selbstständigkeit" ohne Beschäftigte umgesetzt wurden. Einen besonders hohen Zuwachs haben Gründungen aus der Arbeitslosigkeit mit der Einführung des sog. Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) – in Ergänzung zu dem bereits seit 1986 existierenden Überbrückungsgeld – im Jahr 2003 verzeichnet.


    Die Hoch-Zeiten dieses Gründungstyps sind allerdings schon länger vorbei. Die strengere Ausgestaltung der Regelungen der Förderungsvergabe (siehe Hintergrundinformationen) führte zu einer Verringerung der Zahl der Begünstigten. Zu erwähnen sind insbesondere der Ausschluss der Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) II aus dem Kreis der Förderungsberechtigten ab 2005 – für die ersatzweise eine Existenzgründungshilfe in Form des sog. Einstiegsgeldes eingeführt wurde – und die Zusammenlegung des Existenzgründungszuschusses und des Überbrückungsgeldes zum Gründungszuschuss ab August 2006.

    Ergebnisse für das Jahr 2011

    Im Jahr 2011 gingen rund 145.000 geförderte Gründungen aus der Arbeitslosigkeit an den Start. Von diesen erhielten rund 134.000 eine Förderung mit dem Gründungszuschuss und 11.000 eine mit dem Einstiegsgeld. Die Zahl der Förderfälle ist gegenüber dem Vorjahr um gut ein Zehntel zurückgegangen, wobei der Rückgang beim Einstiegsgeld (-33%) deutlich höher ausfiel als beim Gründungszuschuss (-9%).

    Zugänge in die Förderung mit Einstiegsgeld und Gründungszuschuss 2006 bis 2011 in Deutschland, kumulierte Monatswerte1.

    Zeitraum  Einstiegsgeld   Gründungszuschuss   Insgesamt
     Zugänge Veränderung zum Vorjahr in % Zugänge Veränderung zum Vorjahr in %  Zugänge2 Veränderung zum
    Vorjahr in %
    2006 33.638 95,3 33.565   218.281 -17,7
    2007 32.177 -4,3 125.923 275,2 158.100 -27,6
    2008 24.794 -22,9 119.325 -5,2 144.119 -8,8
    2009 19.844 -20,0 137.108 14,9 156.952 8,9
    2010 16.734 -15,7 146.512 6,9 163.246 4,0
    2011 11.238 -32,9 133.819 8,7 145.057 -11,1
    © IfM Bonn
    1. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erfasst die sog. Berichtsmonate. Laut Auskunft der BA erstreckt sich ein Berichtsmonat jeweils von etwa Mitte eines Kalendermonats bis etwa Mitte des darauffolgenden Kalendermonats. Die Daten werden mit den Förderinformationen der zugelassenen kommunalen Träger (zkT) ausgewiesen.
    2. Angaben für das Jahr 2006 enthalten auch Zugänge in die auslaufenden Förderprogramme "Existenzgründungszuschuss" und "Überbrückungsgeld".

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Stand April 2012; Berechnungen des IfM Bonn.

    Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2012

    Zugänge in die Förderung mit GründungszuschussIm Jahr 2012 werden Zugänge zu den Programmen, die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit unterstützen, voraussichtlich einen Tiefstand erreichen: Im ersten Halbjahr 2012 wurden lediglich rund 17.000 Gründungen gefördert. Im Vergleich zum Referenzwert des Vorjahres (70.000) ist die Zahl der Gründungen somit um rund 77% zurückgegangen. Dies ist zum einen Ergebnis der zum 28.12.2011 erfolgten Änderungen beim Gründungszuschuss. So sind die Zugangszahlen beim Gründungszuschuss besonders stark eingebrochen (-81%). Zum anderen wirken sich die besseren Chancen am Arbeitsmarkt dämpfend auf das Gründungsgeschehen aus.

     

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Kontext

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - weitere Informationen

    Aktualisierung

    Daten für das Jahr 2012 voraussichtlich im April 2013

    Weitere Informationen

    Zur Datenquelle

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Publikationen

    • Aktuelle Veröffentlichung
    • Weitere Veröffentlichungen
    Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen

    May-Strobl, E. (2010): Nachhaltigkeit und Erfolg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ergebnisse einer Nachbefragung bei aus den Gründungs- und Begleitzirkeln der G.I.B. hervorgegangenen Gründungen, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 196, Bonn.

    Bölke, G.; Kleinen, H.; May-Strobl, E. (2008): Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Kurzbericht, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 20, Materialien zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit, Bottrop.

    May-Strobl, E. unter Mitarbeit von  Werner, A. (2008): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Evaluation der Gründungs- und Begleitzirkel, Untersuchung im Auftrag der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH Bottrop, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): IfM-Materialien Nr. 179, Bonn.

    Suprinovič, O. (2005): Existenzgründungszuschuss und Überbrückungsgeld - Mobilisiert die Ich-AG-Förderung zusätzliche Gründungen, in: Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Jahrbuch zur Mittelstandsforschung 2/2004, Schriften zur Mittelstandsforschung Nr. 107 NF, Wiesbaden, S. 31-59.

    May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. unter Mitarbeit von Kleinen, H. (2005): Die Ich-AG als neue Form der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit - Eine empirische Analyse des Gründungserfolgs bei Inanspruchnahme des Existenzgründungszuschusses, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 13, Bottrop.

    Kleinen, H.; May-Strobl, E.; Suprinovič, O.; Wolter, H.-J. (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld - Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, in: G.I.B. (Hrsg.): Arbeitspapiere 12, Bottrop.

    Gründungen aus der Arbeitslosigkeit - Ansprechpartner

    Ansprechpartner